Kosmometrie


Geometrien als Schöpfungsmuster  

 

 

Die platonischen Körper

Die Geschichte der 4 Elemente und der platonischen Körper

Platon hat vier der fünf regelmässigen geometrischen Körper mit den vier Elementen in Zusammenhang gestellt. Der fünfte regelmässige geometrische Körper, das Dodekaeder war bei ihm Ausdruck des Weltganzen.

Wie es dazu kam und wie es weiterging:

Nach Walter Bröcker beginnt die Geschichte der Philosophie mit Thales von Milet, ‚weil Philosophie für Aristoteles die Frage nach den ersten Gründen und Ursachen ist und Thales als erster eine Antwort auf diese Frage gegeben hat…‘. 9

Thales von Milet (624- 546 v. Chr) ging davon aus, dass alle Stoffe verschiedene Aspekte des Wassers sind und die Erde als flache Scheibe auf dem Wasser schwimmt. Auch über dem halbkugeligen Himmelsgewölbe ist nach seiner Ansicht, Wasser vorhanden.

Anaximander von Milet (610 – 547 v. Chr.) lehrte, dass Ursprung und Element des Seienden das Unendliche ist.

Anaximenes von Milet (585 -525 v. Chr.) versuchte das Unendliche zu bestimmen und bezeichnete die Luft als Urstoff, die er gleichzeitig mit der Seele identifizierte.

Daraus sind nach seiner Auffassung die anderen Elemente Wasser und Erde entstanden.

Für Heraklit (540-475 v. Chr.) aus Ephesus war das Feuer der Urstoff, sich stets wandelnd und verändernd, da sich im Universum alles in steter Wandlung befindet. Feuer auch als wissendes Element, als Seele und Geist. Bröckers Ausführungen zu Heraklit folgend, findet sich hier wohl der Ursprung für Descartes ‚cogito ergo sum‘, nur dass bei Heraklit das Denken mit dem Hören des Logos, ‚der in der Seele des Menschen spricht’ in Zusammenhang steht. 28

‚Die Welt (Kosmos) ist ewig. Kosmos aber meint nicht nur einfach das All des Seienden, sondern entsprechend  der vorphilosophischen Bedeutung des Wortes als Ordnung meint es das Weltgebäude, die Welt in der Ordnung, die sie heute hat. Die Welt ist ewig und doch ist das Feuer ihr Ursprung, ihr nicht vergangener, sondern gleichfalls ewiger Ursprung‘.

Bröcker, Walter: Die Geschichte der Philosophie vor Sokrates, Frankfurt a.M., 1965, 37 (zu Heraklit)

Feuer als Ursprung wandelt sich zu Wasser, zu Erde und kehrt sich wiederherstellend zur Falle zurück.

In all dem gibt es sehr interessante Entsprechungen zur 5 – Elemente Lehre mit den 5 Wandlungsphasen im asiatischen / chinesischen Kulturraum.

Empedokles (5. Jhd. v. Chr.) nahm zusätzlich an, dass die Wurzelkräfte (rhizomata) ewig existierende und unveränderliche Grundsubstanzen sind, die durch Mischung die Vielfalt der Stoffe sind. Die Wurzelkräfte sah er in Zusammenhang mit den Göttern:

Feuer (Zeus), Luft (Hera), Erde (Aidoneus/Hades) und Wasser (Nestis/Persephone). Daraus entstanden auch psychologische Zuordnungen und das Verständnis, dass die Ursache von Krankheiten aus einem Ungleichgewicht der Kräfte herrührt.

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Platon (428-347 v. Chr.) fügte die Lehren von den Urstoffen mit denen der 5 regelmäßigen geometrischen Körper zusammen.

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Mathematikgarten Jugendwerk Gailingen

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                  Feuer                                       Erde

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                  Luft                                       Wasser

Der 5. Körper stand bei ihm für das Weltganze, später auch als Äther und Quintessenz bezeichnet und verstanden. Der Äther als der Urstoff, aus dem alles entstanden ist, die Quintessenz auch als das verbindende, vermittelnde und ausgleichende Element.

 

‚Da aber noch eine, die fünfte Zusammenfügung übrig war,
so benutzte Gott diese für das Weltganze, indem er Figuren darauf anbrachte.‘   Platon, Timaios, 55c

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1 Exemplare aus etruskischer und römischer Zeit, unten mit den Namen der 12 Tierkreiszeichen auf den Flächen.

Quellen: http://www.horusmedia.de/1999-energienetz/energienetz.php Artikel von U. Arndt
Wikipedia – 4 Elemente-Lehre, http://www.natura-naturans.de Artikel

‚Man sagt also zunächst, mein Freund, die eigentliche Erde sehe, von oben her betrachtet, aus wie die zwölfteiligen ledernen Bälle‘(…) Platon, Phaidon 110 b5-7

text5-8   Dodekaeder um die Erde

Nach Siegfried Prumbach umgibt die Erde ein Energienetz, das aus 12 grossen Fünfecken = Dodekaeder besteht.

‚Das Erdenergienetz besteht aus zwölf großen Fünfecken, die ein Dodekaeder bilden. Darin Pentagramme, darin kleine Fünfecke‘

Quellen: http://www.horusmedia.de/1999-energienetz/energienetz.php Artikel von U. Arndt

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Der Dodekaeder – nicht um die Erde aber auf der Erde

 

Kepler’s Mysterium Cosmographicum

 

 

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