Kosmometrie


Geometrien als Schöpfungsmuster  

 

 

Architektur

Schöpfungsmuster und das Spiel mit dem Licht

 

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Am Anfang war das Licht, das Wort, der Klang…

Aus dem Klang entstanden ‚kosmometrische‘ Muster. Aus und in diesen Mustern formte sich Materie. Feinstoffliches wurde grobstofflicher, Unsichtbares sichtbar.

Viele (sakrale) Kunstwerke wurden mit diesem Wissen geschaffen. In ihnen wurde das Wissen um die kosmischen Zusammenhänge zwischen Natur und Schöpfung, zwischen Himmel und Erde dargestellt und verschlüsselt.

Ob der innere Zirkel bei Pythagoras, später nachzulesen bei Iamblichos (320 n. Chr.), in der Alchemie, den Bauhüttentraditionen und Ordenszirkeln, das Wissen war geheim gehalten, wurde verschlüsselt und oft nur mündlich weitergegeben:

„Wie andere behaupten, zürnte die Gottheit denjenigen, welche die Lehren des Pythagoras in die Öffentlichkeit trugen…“.

Iamblichos, Quelle: www.mathematik.uni-ulm.de/ReineMath/mitarbeiter/…/Folien_Ulrich.pdf

 

text14-4Quelle: M. Wüst, www.agnikultur.de

 

In vielen alten Kulturen gab es Pyramiden, die weit voneinander entfernt, die gleichen Baumasse hatten. Bei Brown Landone steht dazu: ‚Es scheint unglaublich, dass eine Gruppe von Baumeistern während 9301 Jahren immer wieder in gleicher Art gebaut haben soll. Sie bauten heilige Tempel mit den gleichen Massen, den gleichen Symbolen, der gleichen mathematischen und geistigen Bedeutung, von 7378 v. Chr. bis 1923 n. Chr.‘ Er vertritt die Auffassung, dass die Ägypter nicht die Baumeister der Grossen Pyramide waren, dass es einen Grossen Orden von Mystikern gab, die seit Jahrtausenden, bemerkenswerte Kenntnisse der Astronomie, der Mathematik und der Baukunst besassen… und dass die Weisen dieses Ordens diese Tatsachen in jeden Schlüsseltempel jeder grossen Kulturepoche einbauten‘.  Als einen Beweis dazu führt er aus, dass die einzigen urkundlichen Daten des Plans der Grossen Pyramide in den heiligen Büchereien tibetischer Meister gefunden wurden. 36Vgl.: Landone, Brown: Die mystischen Meister, München 1958

In den Vastusutra Upanishaden, die lange auch nur mündlich überliefert wurden, wird dargestellt, wie die kosmischen Strukturen in der künstlerischen Darstellung ihr Abbild finden. Die Grundstruktur, in die das Abbild hineingefügt wurde, war geometrisch und enthielt das Verständnis um die Wirkkraft der Elemente.

In der arabischen Ornamentik drückte sich das Wissen um die Schöpfungsmuster, als sich unendlich wiederholende und durchdringende Strukturen, fast am deutlichsten aus.

In den Bauhüttentraditionen des Mittelalters gab es den geheim gehaltenen Steinmetzgrund, die Mutterschlüssel, mit den geometrischen Strukturen von Triangulatur (Köln), Quadratur (Strassburg), Dreipass (Zürich) und Vierpass (Wien), „welche den alten Meistern als Konstruktionsschlüssel für ihre Bauten gedient haben.“

„Aus den drei Fundamenten: Kreis (Zirkel), Dreieck (Triangulatur) und Quadrat (Quadratur) entspringen die vornehmsten gothischen Constructionen, und ohne Handhabung von gerader Linie, Winkel, Kreis, Kreisstück, Dreieck, Quadrat und Vieleck können wir überhaupt nicht graphisch (im Gegensatz zu mathematisch) construieren. Diese Form des graphischen Construierens auf Grund der sogenannten beschreibenden Geometrie, welche von griechischer und römischer Zeit her geübt… war, … nannte die deutsche Bauhütte… ‚den fürnehmsten und gerechten Steinmetz-Grund.‘„

Vgl: Rziha, Franz: Studien über die Steinmetzzeichen, 1989, Leipzig / Originalausgabe 1883

 

text14-5http://tetraktys.de

 

Diese Geometrien sind Abbilder der Schöpfungsmuster,
so wie ich sie sehe.

 

 

 

 

 

 

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