Kosmometrie


Geometrien als Schöpfungsmuster  

 

 

Kunst, Wissenschaft und Spiritualität

Chandler schrieb von der Zusammengehörigkeit von Kunst und Wissenschaft. Wovon er nicht schrieb, ist die Spiritualität. Pythagoras war Esoteriker par exellence. Die erst nach 5 Jahren in den inneren Kreis zugelassenen Schüler waren die Esoterikoi.

Der Nimbus, der heute der Esoterik zugeschrieben wird, hat also sehr anerkannte Ursprünge und ist ungefähr so sinnvoll, wie Frauen als Hexen zu brandmarken und dann zu verbrennen. Vielleicht ein etwas krasser Vergleich, aber unsere grosse Angst vor der Nichtwissenschaftlichkeit und die Herabsetzung von allem anderen, hat durchaus ihre Ursprünge darin.

Das hatte im Kontext von Religion sehr viel mit Politik, Macht und Geld zu tun und hat im Kontext von Wissenschaft sehr viel mit Politik, Macht und Geld zu tun. Das heisst wiederum nicht, dass es nicht auch in den Bereichen von Spiritualität sehr viel gibt, was mit Politik, Macht und Geld zu tun hat.

Kurz und gut, es unterscheidet sich viel weniger voneinander, als es so den Anschein hat. Herabsetzungen sind Politik, Ausgrenzungen sind Politik.

Ich verstehe Spiritualität im Sinne von Inspiration und Intuition.

Für mich gibt es eine Welt, von der sich ‚unsere Schulweisheit nichts träumen lässt‘: There are more things in heaven and earth, Horatio, then are dreamt of in your philosophy. Hamlet, Shakespeare

Neulich hat mich ein Schüler, mit dem ich als Sprachtherapeutin arbeite, mit den Worten begrüsst: „Ich habe heute von Gott geträumt“! Da habe ich ihn gefragt, ehrlich neugierig, und wie sah er aus? Er reagierte etwas irritiert und fast empört: „Na, der ist doch unsichtbar. Er hat gesagt, dass er immer in unseren Herzen ist und uns beschützt.“ Das ist für mich spirituell.

Der Weg, wie die Geometrien zu mir gekommen sind, ist ein intuitiver, inspirativer und spiritueller Weg. Ich habe vorher nicht über Geometrien nachgedacht, mich noch nicht einmal dafür interessiert. Plötzlich sah ich sie im Primzahlkreuz von P. Plichta und begann sie zu zeichnen.

 

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www.tektraktys.de

 

Damals war das noch nicht farbig abgesetzt. In der obigen Darstellung betrachtet, gibt es bei den roten Linien, welche die Primzahlen darstellen, eine (mgl.) Entsprechung zum Tatzenkreuz der Templer

 

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Tatzenkreuze aus den Dorfkirchen in Brandenburg

 

Als ich das Skript, die Ausstellung und die Texte für die Webseite zusammengestellt und geschrieben habe, begegnete mir täglich etwas Neues. Ein ergänzendes Buch, ein Mensch, der mir einen Hinweis gab, ein Bild, ein Gedanke. Das ist für mich spirituell.

Julian Jaynes schrieb über die bikamerale Psyche. Er beschreibt die Bedeutung, die in den alten Kulturen die rechte Gehirnhälfte hatte – ein Empfangsorgan göttlicher Weisungen. Seinen Interpretationen und Schlussfolgerungen stimme ich nicht zu. Denn er versucht etwas mit den Qualitäten der linken Gehirnhälfte, mit den Wertigkeiten unserer Kultur zu erklären, was in einen ganz anderen Kontext gehört.

Aber dass er es so gründlich erforscht und thematisiert hat, hat mich erfreut.

Denn ich bin auch Sprachtherapeutin. Und als Sprachtherapeutin lernt man, dass die Sprache eine überwiegend linkshirnige Qualität ist. Auf der rechten Gehirnhälfte siedelt man manchmal die Fremdsprachen an und manchmal die Prosodie. Das ist alles, was mit Betonung und emotionalem Ausdruck zu tun hat.

Jaynes hat sich also die sehr berechtigte Frage gestellt und auch ich habe mir diese Frage schon gestellt, was ist denn nun auf der rechten Gehirnhälfte in der Region los, in der sich die sogenannten Sprachzentren auf der linken Seite befinden. Und er kommt (kurz zusammengefasst) zu dem Schluss, dass in alten Kulturen die Menschen durch diese Areale die Weisungen der Götter empfangen haben. Das bezieht sich aber nur auf die Zentren, die für das Sprachverständnis zuständig sind. Wofür die Zentren der Sprachproduktion auf der rechten Seite da sind, weiss er nicht zu beantworten.

Es kann sein, dass die Menschen in früheren Zeitaltern spirituelle Ebenen wahrgenommen, als Weisung der Götter empfunden und als oberstes Gebot befolgt haben. Das erwarten Religionen immer noch, ohne mgl. irgendwelche Weisungen wahrzunehmen. Es könnte einfach heissen, dass wir Wahrnehmungsorgane haben, die andere Ebenen als unsere Schulweisheit wahrnehmen können. Warum nicht Erkenntnisse und Weisheit aus anderen Ebenen empfangen? Ob man ihnen dann unbedingt Folge leisten sollte, das darf jeder Mensch selbst entscheiden. Und das expressive Sprachzentrum könnte ja durchaus dafür da sein, die im Traum oder Trance empfangenen Botschaften weiter zu geben. Zugegeben eine Hypothese, die leider nicht untersucht wird.

Vgl. auch Seitenzweig Vitruvius

In einem Seminar über die Hirnforschung habe ich einmal einen berühmten Neurowissenschaftler gefragt, ob auch einmal die Hirntätigkeit der indigenen Völker untersucht worden ist. Abgesehen davon, dass er nicht wusste, was indigene Völker sind, obwohl er aus Südamerika kam, fand er das völlig abwegig. Meine Fragestellung dahinter war, ob diese Völker mgl. ihr Gehirn ganz anders (und ich meine nicht minderwertiger) gebrauchen als wir. Dass also die Festlegung, dass bestimmte Areale immer auf diese Art und Weise gebraucht werden, lediglich eine kulturelle Übertragung ist. Daher ist auch die Forschung von J. Jaynes für mich so interessant. Denn das beschreibt er.

Glücklicherweise hat sich hier dank der Neurobiologie in den letzten Jahren sehr viel getan.

Denn die Sprache und das Sprachverständnis nur auf der linken Gehirnhälfte anzusiedeln und die rechte Gehirnhälfte fast vollkommen zu vernachlässigen und sich nicht zu fragen, was das Äquivalent auf der rechten Hemisphäre für Qualitäten hat, hat mich schon immer gestört. Julian Jaynes hat nach den Qualitäten der rechten Gehirnhälfte und besonders des Sprachzentrums gefragt.

Es kann aber eine andere Antwort geben, als J.J. sie gefunden hat. Die rechte Gehirnhälfte, das ist noch anerkannt, ist die kreativere, die künstlerischere, auch die, die den emotionalen Aus- und Eindruck steuert und verarbeitet. Aber sie ist auch die, die das Spirituelle erfährt und ausdrückt. Nicht unbedingt als Diktat der Götter, aber als Inspiration der geistigen Welt.

Ein sprachlicher Ausdruck dieser spirituellen Ebene ist das Channeln. Ich schätze diese Ebene auch als Wissensquelle. Nicht dass ich davon ausgehe, dass immer alles stimmt, das ist auch abhängig von dem/ der Channelnden und vielen anderen Faktoren.

Aber was stimmt schon immer? Selbst die Physik hat bewiesen, dass der Beobachter das Beobachtete beeinflusst. Und die sogenannten Standardisierungen als Qualitätsmerkmal höchster Objektivität, klammern sehr viel wichtige Zusammenhänge einfach aus, um zu dieser scheinbaren Objektivität zu gelangen. Ist das dann die Wahrheit?

Was vor 100, 200 Jahren, in 20, 50 Jahren wissenschaftliche Wahrheit war und sein wird, verändert sich und darf sich auch verändern. Das Problem ist, dass wir an die jeweilige Wahrheit glauben sollen, weil sie ‚bewiesen‘ ist. Und andere Ebenen, die vielleicht nicht bewiesen, aber auf ihre Art mindestens genauso wahr und wirklich sind, werden herabgesetzt. Ist es wahr, wenn ein Kind von Gott träumt? Ist es nur deswegen nicht wahr, weil andere nicht von Gott träumen oder weil es nicht beweisbar ist?

Also kein Grund, die Nase zu rümpfen. Höchstens Grund, sich eigene Gedanken, Gefühle, Entdeckungen, Inspirationen und Träume zu erlauben.

Eine, die wunderbar channelt und in deren Channelings auch immer wieder das Wissen um die geometrischen Schöpfungsmuster angesprochen wird, ist Ava Minatti
(www.ava-minatti.at).

Hier ein Ausschnitt von einem Meditationsabend 07/15

‚Denn diese Zwerge erklären dir, dass du und zwar die Gesamtheit deines Systems, sowohl deine Grobstofflichkeit, als auch deine Feinstofflichkeit aus unzähligen kleinen Kristallen, aus kristallinen Strukturen besteht. Dass das, was du als heilige Geometrie bezeichnest, kristalline Formen sind und deshalb reagiert dein System so intensiv auf alles, was ebenso Kristall, kristallin, kristalline Formen beinhaltet. Und die Zwerge bitten dich, wahrzunehmen, dass sie Energien lenken und bündeln können, hier in ihrem Reich, so dass ein Abbild deiner ursprünglichen Lichtfrequenz, deiner Lichtmatrix, ein Abbild dieses ursprünglichen, kristallinen Seins entsteht, was auf deine Körperebenen überspielt wird. Und diese beginnen sich jetzt darauf auszurichten, damit in Resonanz zu gehen, passen sich dem an.

Das Abbild ist der Gedanke von Vater, Mutter Gott, wie du in Vollkommenheit, in göttlicher Ordnung sein kannst und sein sollst. (Sehr verwandt mit den russischen Heilmethoden und der ‚Norm‘, wie sie Grigori Grabovoi für seine Steuerungen verwendet).

Und wir bitten dich wahrzunehmen, dass dabei Bewegungen, Klänge, Farben in dir entstehen, die an den verschiedenen Stellen in deinem System aufleuchten können‘.

(Geometrien, Bewegungen, Klänge, Farben als Schöpfungsmuster / Anm. in Klammern re).

Wem das mit den Zwergen zu abstrus ist.

Zu den Elementen ( s. 4 Elemente) wurden spätestens ab dem Mittelalter auch die Elementarwesen zugeordnet. Paracelsus war derjenige, der ihnen ihren Namen gab.

‚Nach dem maßgeblich durch Paracelsus im 16.Jahrhundert formulierten mittelalterlichen Volksglauben stehen den vier Elementen jeweils bestimmte Geistwesen vor, die in diesem Zusammenhang auch als Elementarwesen bezeichnet werden:

  • Naturgeister (Erdgeister) oder Gnomen,
  • Wassergeister oder Undinen,
  • Luftgeister oder Sylphen
  • Feuergeister oder Salamander‘

text9.1-3

Die vier Elemente, allegorische Darstellung von August Essenwein im Kaiserdom Königslutter (1890)

https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Elemente-Lehre

Jaynes, Julian: Der Ursprung des Bewusstseins durch den Zusammenbruch der bikameralen Psyche, Reinbek bei Hamburg, 1988

Plichta, Peter: Im Labyrinth des Endlichen (Das Primzahlkreuz Band 1), 1991

 

 

 

 

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