Kosmometrie


Geometrien als Schöpfungsmuster  

 

 

Die Reise geht weiter

In den letzten Jahren fielen öfters Begriffe wie kosmischer Mensch, kosmisches Bewusstsein, fünfdimensionales Sein. Abgesehen davon, dass es gut klingt und ich mich durchaus damit anfreunden konnte, das zu entdecken, stellten sich so einfache Fragen wie ‚was heisst das konkret‘, ,was wird sich in uns verändern, damit wir das erleben können‘.

Eine andere Frage, die über die Jahre immer wieder einmal auftauchte, war die nach dem Erleben von Raum und unendlicher Bewegung, die uns die Physik als Realität vorgestellt hat. Als Menschenkind, das seit vielen Jahren mit Entdecken und Erspüren die Universen des Körpers erlebt, stellte sich die Frage, ob und wie das erfahrbar sein kann. Dass ein Tisch und natürlich auch unser Körper nicht einfach ein Tisch ist, sondern eine unendliche Anzahl miteinander verbundener Atome und mehrheitlich Raum ist. Eine Antwort darauf erhielt ich während zweier Workshops, an denen ich am Jahresende 2015 teilnahm.

Den Kopf berührend, die Schädelplatten spürend, war zum ersten Mal die Bewegung der Schädelplatten erlebbar. Tiefer gehend auch die Bewegungen des Gewebes, erst im Kopf, dann überall im Körper, auch die Unterschiede in den Körperregionen. Von dort ging es weiter zu den Bewegungen der Erde, ähnlich wie ein Ameisenhaufen,

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der sich in grösster Ordnung selbst organisiert, bis hin in den Kern der Erde, eine leuchtende Sonne.

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Auf der Makroebene wurde das Kreisen der Planeten fühlbar und sichtbar,

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als Ordnung, die uns, die Erde in ihre Zusammenhänge bettet und weiter die Sterne, die Milchstrasse, die uns mit ihrem Fluss fortwährend nährt und durchströmt.

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So wie der Kern der Erde einer Sonne gleicht, die sich in unmittelbarer Resonanz zur Sonne befindet, die Sonne mit der Zentralsonne in Resonanz ist und die Zentralsonne mit den Sonnen aller weiterer Galaxien, so kreisen die Elektronen in ihren Bahnen um die Atome, eingewoben vom Kleinsten bis zum Grössten in die Bahnen grösserer Ordnungen.

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Der Gedanke kam, dass, wenn die Planeten umeinander geometrische Muster weben, dass auch der Elektronenspin nicht kreisförmig sondern geometrische Muster webend gestaltet ist. Ist das schon untersucht, beobachtet worden?

Während sich das ereignete, versuchte ich es nicht zu stören und beschäftigte mich damit, wie äußere steuerbare und innere autonome Bewegung zusammenfinden können. Gleichzeitig kam, wie wichtig es ist, keine Angst bei diesem sehr bewegungsreichen Erlebnis zu bekommen. Denn es gab keinen Stillstand mehr und es gibt dabei sinnvollerweise kein Kontrollieren.

Denn bestenfalls ist es nicht kontrolliert, nicht eingeschränkt, aber diese unendlich interagierende Bewegung zwischen Kosmos, Zellen, Atomen und Erde, war auch etwas ungewohnt. Während ich mich im Flow dieser Wahrnehmung befand, war alles okay. Als ich im Bett lag und alles weiter rotierte, ich mich aber wieder eher im Alltagsmodus befand, kam natürlich die Angst. Glücklicherweise war ich darauf vorbereitet und schenkte ihr nicht allzu viel Aufmerksamkeit. Aber ich fragte mich auch, wie das zu integrieren ist, dass es eine Balance findet zwischen vertrautem Alltagsbewusstsein und gleichzeitiger Wahrnehmung des unendlichen Bewegtseins.

Am nächsten Tag in einer Duosequenz, bei der wir den Körper schütteln sollten, war mir das, die innere Bewegung so stark wahrnehmend, eher suspekt. Gleichzeitig nahm ich bei meinem Partner einen ganz tiefen Ton(us) wahr, dem ich viel lieber gefolgt wäre, dem ich mich aber mit Schütteln nicht nähern konnte. Als wir wechselten, staunte ich, dass er sich mir sehr behutsam, sehr langsam in die Berührung gehend, genau mit diesem Ton(us) näherte. Die Hand auf meinen Nabelbereich legend, berührte er diesen Ton in mir und bewirkte damit Zentrierung, Basis , auf der sich die intensiven Bewegungen mühelos integrieren ließen. Es integrierte sich. Mit Ton meine ich hier eine unendlich langsame, tiefe Bewegung, die ich auch als tiefen Ton wahrnahm. Sie erinnerte mich an die Bewegung eines Wales. Die Bewegung blieb, aber sie bekam ein Zentrum, einen Ruhepol, kam in Balance.

In den nächsten Tagen öffneten sich weitere Ebenen. Planetenbewegungen, Sterne, Milchstrasse, Erdkern, Magma, in Resonanz zu den Sonnen des Universums und gleichzeitig zu jedem Atomkern. Ich sah die Planeten in mir, sah die Systeme wie sie auch schon in früheren Zeiten dargestellt wurden, nicht vollständig, nicht genauso, verstand aber, warum es diese dargestellten Zusammenhänge gab, sah den Bezug zu Kabbalah und Lebensbaum… und es stellte sich mir die Frage nach den Heilungsmöglichkeiten, die darin enthalten sind. Es kann gar nicht anders als heilsam sein, sich mit den rhythmischen, magnetischen, energetischen Bewegungen von Himmel und Erde zu synchronisieren. Aber ob systematische Darstellungen, die vorgeben, dass es so ist und nicht anders, so verlockend das ist, dabei hilfreich sind, weiss ich noch nicht. Wir haben eine Tendenz aus allem ein System zu machen, etwas festzuhalten und als Wissen weiterzugeben, die das unmittelbare Erleben auch behindern kann.

Es stellte sich auch die Frage, wie es ist, sich auf einzelne Planetenbewegungen im Körper auszurichten, mit den Klängen der Planeten (s.a. J.-E. Behrendt) zu arbeiten und ich werde das erkunden. Aber vielleicht geht es gerade um dieses unendliche Zusammenspiel all dieser Ebenen, um das Geschehenlassen, sich synchronisieren lassen. Vielleicht geht es auf dem Weg zum kosmischen Bewusstsein genau um das Verabschieden von Systematisierungen und vielmehr um Staunen, Erfahren, wieder Einssein nachdem wir so lange alles seziert haben und das (Er)Leben fast dabei verloren haben. Vielleicht gelingt es uns auch, dem gefrorenen Licht, das in Systemen, die mit Sicherheit einmal auch lebendige Erfahrung waren, enthalten ist, unsere lebendige Erfahrung gegenüberzustellen. Sie sind hilfreich, um uns dem Erleben dieser Ebenen zu öffnen, aber sie sind Hindernis, wenn sie einfordern, dass es nur genau das gibt oder richtig ist, was sie beschreiben.

Da in der Erfahrung auch ein Ton und die Bewegungen der Wale spürbar wurden, gibt es hier einen wunderbaren Film zum Thema der kosmische Tanz der Wale.

oder  https://twitter.com/lichtstern7

Auf Soundcloud finden sich noch mehr Töne und Gesänge von ihnen.