Kosmometrie


Geometrien als Schöpfungsmuster  

 

 

Die griechischen Philosophen lagen auf dem Weg

Während ich im vergangenen Jahr Texte für eine Ausstellung zusammenstellte und mich mit den griechischen Philosophen auseinandersetzte, nahm eine Frage in mir mehr und mehr Gestalt an. Woher hatten sie es? Das führte zu der Erkenntnis, dass die ‚Alten Griechen‘ keineswegs die rationalen, vernünftigen Denker waren, als die wir sie oft zu betrachten gelernt haben. Es ist eine lange Geschichte. Sie handelt von Mysterien und Kulturwandlungen, von Kulturen, die auf das Weibliche ausgerichtet waren, zu Kulturen, die auf das Männliche ausgerichtet waren. Mein Erleben in dieser Auseinandersetzung war, dass immer, wenn ich mich vortastete in Bereiche, die von unserer Kultur seit Jahrhunderten abgelehnt und unterdrückt werden, es sich wie neblig anfühlte, wie den Boden verlieren. Und ich wäre sehr gerne bei den Griechen und Platon und den platonischen Körpern in meiner Entdeckungsreise geblieben.

Aber es ging nicht und ich begann mich mehr und mehr in die weibliche Kultur- und Religionsgeschichte zu vertiefen, ohne zu verstehen, warum es mich dorthin drängt. Denn was hatte es mit Geometrien zu tun?